Vorsicht vor "gekauften" Aufenthaltsgenehmigungen
Verfasst: 27.04.2014 17:18
Ein guter alter Bekannter und jahrelanger Weggefährte von mir erfüllte leider nicht die Voraussetzungen für eine Jahres-Aufenthaltserlaubnis für Thailand.
Er hatte weder genügend Geld auf dem Sparbuch, noch eine Rente in Höhe von monatlich umgerechnet 65.000 Baht. (Wobei sich hier für mich immer die Frage stellt, warum man von einem Immigranten einen wesentlich höheren monatlichen Rentenbezug verlangt, als der Durchschnitts-Thai im Monat überhaupt verdient).
Während des Berufslebens hat der selbständig tätige Bekannte immer etwas geringschätzig auf mich herab geschaut, dass ich Beiträge in die seiner Meinung nach marode Rentenversicherung einzahle. Nun habe ich aber nach 50 Jahren Beitragszahlung eine sehr gute Rente und er nicht.
Seine letzten 3 Aufenthaltsgenehmigungen für Thailand hat er sich dann für je 20.000 Baht über einen Mittelsmann beschaffen lassen müssen.
Danach hatte er Im Paß jeweils einen original Stempel der Immigration, der normalerweise für 1.900 Baht zu haben ist. Diesen hat er gerne stolz herumgezeigt.
Im vergangenen Jahr wurde mein Bekannter von einem Sonderermittlungsteam der Thailändischen Polizei aus Bangkok verhaftet - wegen Visabetruges.
Zeitgleich hatte man auch die Unterzeichnerin seines Visas bei der Immigration suspendiert. Meinem Bekannten drohte eine Mehrjährige Haftstrafe wegen Visavergehens.
Seinem Anwalt gelang es zum Glück, eine Einstellung des Verfahrens gegen Zahlung von 1.000.000 Baht und anschliessender Ausweisung aus Thailand auszuhandeln.
Ich habe ihm seinerzeit sein Auto weit über dem Marktwert abgekauft, damit er den Betrag bezahlen konnte. Nun lebt er wieder in Nürnberg und hat zeitlebens Einreiseverbot nach Thailand.
Tatsache ist leider, dass solche Visa über die Hintertüre weiter angeboten werden, wie ich gestern erst erfahren konnte.
Jeder Gutgläubige sollte sich darüber im Klaren sein, dass er bei solch einem Visa mit einem Bein im Gefängnis steht.
Ich möchte deshalb an dieser Stelle ausdrücklich davor warnen, solch ein verlockendes Angebot anzunehmen!!
Ob im Falle meines Bekannten die unterzeichnende Beamtin wirklich zur Rechenschaft gezogen wurde, kann man nur vermuten.
Interessant in dem Zusammenhang, dass man sich für den Vermittler gar nicht interessiert hat. Nur die Visumsgeber und der Visumsnehmer haben die Ermittler interessiert.
Die wurden übrigens - das konnte der Anwalt einsehen - auf Grund einer telefonisch geäußerten Vermutung, dass die entsprechende Beamtin solche Art von Visa austelle, in Gang gesetzt.
Könnte man eigentlich auch unter "Amazing Thailand" einstellen!
Wer die Voraussetzungen für eine Jahres-Aufenthaltserlaubnis nicht erfüllt, sollte entweder die (legale) Kombination mit (multiple) Touristenvisa und eben dem dann erforderlichen Visarun nutzen, oder besser zu Hause bleiben. Für meinen Bekannten war der Tag, an dem er nach 2 Monaten Gefängnis in Bangkok in das Flugzeug nach Deutschland verbracht wurde, der angeblich schönste Tag seines Lebens!
Er hatte weder genügend Geld auf dem Sparbuch, noch eine Rente in Höhe von monatlich umgerechnet 65.000 Baht. (Wobei sich hier für mich immer die Frage stellt, warum man von einem Immigranten einen wesentlich höheren monatlichen Rentenbezug verlangt, als der Durchschnitts-Thai im Monat überhaupt verdient).
Während des Berufslebens hat der selbständig tätige Bekannte immer etwas geringschätzig auf mich herab geschaut, dass ich Beiträge in die seiner Meinung nach marode Rentenversicherung einzahle. Nun habe ich aber nach 50 Jahren Beitragszahlung eine sehr gute Rente und er nicht.
Seine letzten 3 Aufenthaltsgenehmigungen für Thailand hat er sich dann für je 20.000 Baht über einen Mittelsmann beschaffen lassen müssen.
Danach hatte er Im Paß jeweils einen original Stempel der Immigration, der normalerweise für 1.900 Baht zu haben ist. Diesen hat er gerne stolz herumgezeigt.
Im vergangenen Jahr wurde mein Bekannter von einem Sonderermittlungsteam der Thailändischen Polizei aus Bangkok verhaftet - wegen Visabetruges.
Zeitgleich hatte man auch die Unterzeichnerin seines Visas bei der Immigration suspendiert. Meinem Bekannten drohte eine Mehrjährige Haftstrafe wegen Visavergehens.
Seinem Anwalt gelang es zum Glück, eine Einstellung des Verfahrens gegen Zahlung von 1.000.000 Baht und anschliessender Ausweisung aus Thailand auszuhandeln.
Ich habe ihm seinerzeit sein Auto weit über dem Marktwert abgekauft, damit er den Betrag bezahlen konnte. Nun lebt er wieder in Nürnberg und hat zeitlebens Einreiseverbot nach Thailand.
Tatsache ist leider, dass solche Visa über die Hintertüre weiter angeboten werden, wie ich gestern erst erfahren konnte.
Jeder Gutgläubige sollte sich darüber im Klaren sein, dass er bei solch einem Visa mit einem Bein im Gefängnis steht.
Ich möchte deshalb an dieser Stelle ausdrücklich davor warnen, solch ein verlockendes Angebot anzunehmen!!
Ob im Falle meines Bekannten die unterzeichnende Beamtin wirklich zur Rechenschaft gezogen wurde, kann man nur vermuten.
Interessant in dem Zusammenhang, dass man sich für den Vermittler gar nicht interessiert hat. Nur die Visumsgeber und der Visumsnehmer haben die Ermittler interessiert.
Die wurden übrigens - das konnte der Anwalt einsehen - auf Grund einer telefonisch geäußerten Vermutung, dass die entsprechende Beamtin solche Art von Visa austelle, in Gang gesetzt.
Könnte man eigentlich auch unter "Amazing Thailand" einstellen!
Wer die Voraussetzungen für eine Jahres-Aufenthaltserlaubnis nicht erfüllt, sollte entweder die (legale) Kombination mit (multiple) Touristenvisa und eben dem dann erforderlichen Visarun nutzen, oder besser zu Hause bleiben. Für meinen Bekannten war der Tag, an dem er nach 2 Monaten Gefängnis in Bangkok in das Flugzeug nach Deutschland verbracht wurde, der angeblich schönste Tag seines Lebens!