Hat die Abzocke der Touristen bald ein Ende?

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hippo
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Hat die Abzocke der Touristen bald ein Ende?

#1

Beitrag von hippo »

Natürlich nicht. Kann ich mir nicht vorstellen. Aber ein Anfang ist gemacht. Gut finde ich das die Touristin europäische Maßstäbe bei der Strafverfolgung angelegt hat und sich nicht bestechen ließ. :super:

Hat die Bedrohung der Touristen durch die Straßenverkäufer nun ein Ende?

Ein hochrangiger Beamter des Amtes des Generalstaatsanwalts warnte am Dienstag die Verkäufer von Waren und Dienstleistungen an den touristischen Destinationen. Sie sollen aufhören, die Touristen zum Kauf ihrer Waren zu bedrohen und einzuschüchtern oder überhöhte Preise zu verlangen. Sollten sie dass nicht beherzigen, könnten sie im Gefängnis landen.

Bangkok. Khun Prayuth P. Sattayarak, der vorsitzende Direktor des Büros für kriminelle Rechtstreitigkeiten gab eine Erklärung zum Thema der unverschämten Straßenverkäufer ab. Der oberste Gerichtshof habe erst kürzlich vier Anbieter die sich gegen einen Touristen verbündet hatten, inhaftiert und ihre Waren beschlagnahmt.

Die drei Personen hatten einen weiteren Gierlanden Verkäufer bei der Nötigung von Touristen unterstützt.

Keng Santhanabool und drei Begleiter verkauften einer Touristin drei Girlanden zu einem Einzelpreis von je 90 Baht. Die Frau bezahlte die 270 Baht und begab sich zu einer Buddhastatue, um die Girlanden zu spenden.

Dabei folgten ihr die Männer und überreichten ihr 18 Räucherstäbchen. Die frau nahm die Räucherstäbchen in dem Glauben an, dass sie zu den bereits gezahlten Girlanden gehören würden und zündete sie vor der Buddhastatue an.

Die vier Männer warteten geduldig, bis endlich alle Räucherstäbchen brannten. Dann forderten sie die Frau auf, weitere 360 Baht für die „Glühstengel“ zu bezahlen. Die Dame weigerte sich natürlich, da sie davon ausgegangen war, dass es sich bei den Räucherstäbchen und den Girlanden um ein Gesamtpaket gehandelt habe.

Das „Theater“ das nun folgte, kann man sich kaum vorstellen. Die vier Männer bedrängten die Frau, beschimpfen sie lautstark und pfiffen sie zu allem Überfluss auch noch aus. Die Frau wurde so massiv eingeschüchtert, das sie schließlich den geforderten Betrag von 360 Baht zahlte. Dann informierte sie umgehend die Polizei und ließ die „Erpresser“ verhaften.

Die Parteien wurden zusammen auf das Polizeirevier gebracht, um die Angelegenheit zu klären. Erstaunlicherweise waren die vier Verkäufer auf einmal bereit, der Frau 10.000 Baht als Entschädigung und Wiedergutmachung zu zahlen. Die Dame lehnte das großzügige Angebot allerdings ab und bestand darauf, den fall vor Gericht zu bringen.

Herr Prayuth erklärte weiter, dass der Generalstaatsanwalt gegen die vier Männer eine Anklage wegen Erpressung von Geld vorbereitet hatte. Der Oberste Gerichtshof stimmte dem Antrag der Staatsanwaltschaft zu und verdonnerte die vier Personen zu einer reduzierten Haftstrafe von einem Jahr und vier Monaten.

Herr Prayuth weißt alle Verkäufer auf dieses Urteil hin. Sie sollten sich in Zukunft überlegen, wie sie sich den Touristen und ihren Kunden gegenüber verhalten.

Weiter betonte er, dass dieses Urteil nicht nur für die Straßenverkäufer gelte. Auch speziell die Jet-Ski und Motorradverleiher in den beliebten Badeorten werden in Zukunft genau beobachtet. Er rät ihnen dringend, die Bedrohung und Erpressung ihrer Kunden in Zukunft zu unterlassen.

Er sagte, dass gerade in den sozialen Medien eine Menge Beschwerden über Jet-Ski oder Motorrad-Verleih Geschäfte in Pattaya, Phuket, Koh Samui und Cha-am kursieren würden. Immer wieder werden Touristen bedroht und eingeschüchtert, mehr Geld als anfangs vorgegeben zu bezahlen.

Damit soll jetzt endgültig Schluss sein.
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DisainaM
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Re: Hat die Abzocke der Touristen bald ein Ende?

#2

Beitrag von DisainaM »

trauriger Fall, eine Touristen, die sich kulturkonform verhält, und ihren Respekt vor einem Opferalter zeigt,
wird fertig gemacht,
ein Zeichen, dass selbst an so einem Ort, keinerlei Respekt vor dem Ausländer herrscht.

Man könnte ja verstehen, wenn Ausländer sich an Orte begeben, wo der typische Touristennepp zu Hause ist,
soetwas riskieren,
doch die Situation am Altar hat schon etwas besonderes,
weil eben nur selten Ausländer an diesen Ort kommen,
und das Verhalten eher eine Form von Ausländerfeindlichkeit zeigt,
denen ging es nicht um 360 Baht, sondern darum, dass sie keine Ausländer dort wollen (so mein Eindruck).
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