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Besseres englisch in Thailand?

Verfasst: 14.03.2012 06:33
von hippo
Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, es wird Zeit. :-)
Das sie mehr ausländische Lehrer anheuern wollen ist ja schön und gut, aber wer macht das schon für 10000 Baht im Monat? Sind ja gerade mal 250€.
Thailand schickt Lehrer ins Ausland
BANGKOK - Für mehr als 1.000 Lehrer wurde ein Budget in Höhe von 100 Millionen Baht bereitgestellt, um sich im Ausland während der Sommerferien in englischsprachigen Ländern weiter zu bilden.

Der stellvertretende Bildungsminister Sakda Kongpet sagte am Montag, dass im ganzen Land 1.137 Lehrer ausgewählt wurden, die an einer Weiterbildung in Großbritannien, den Vereinigten Staaten von Amerika, Kanada, Australien, Neuseeland und Singapur teilnehmen werden. Dieser Schritt der Vorbereitung sei notwendig für die ASEAN-Wirtschaftsgemeinschaft im Jahr 2015, sagte er.

<Bild von hübscher Englischlehrerin>

Die Lehrer sollen im April für einen Monat ins Ausland reisen und dort an Schulungen teilnehmen. Aufhalten werden sie sich bei Gastfamilien, die das Bildungsministerium auswählen wird. Für die Unterhaltskosten werden jedem Lehrer 100.000 Baht zur Verfügung gestellt, nur das Flugticket müssen sie selber bezahlen.

In einem weiteren Schritt wird das Bildungsministerium einen 30-stündigen Englischunterricht für Personen aus verschiedenen Berufszweigen anbieten. Bis zum Jahr 2015 sollen damit mehr als 4 Millionen Menschen die englischen Grundkenntnisse erlernen. Außerdem sieht das Ministerium vor, die Schulen zu ermuntern, Stellen an englischsprachige Lehrer aus dem Ausland zu vergeben. Das Ministerium wird jedem Lehrer dafür 10.000 Baht pro Monat zukommen lassen. Zudem wird sich Bildungsminister Suchart Tadathamrongvej dafür einsetzen, die Vorschriften der notwendigen Dokumente für ausländische Lehrer zu vereinfachen.

Re: Besseres englisch in Thailand?

Verfasst: 14.03.2012 23:11
von tom
hippo hat geschrieben:aber wer macht das schon für 10000 Baht im Monat
Diese Zahl ist aber schon etwas mit Vorsicht zu geniessen. Jemand in unserer Familie ist Lehrer in einer Schule im Isaan... schon seit knapp 20 Jahren. Und der hat inzwischen so rund 20'000 THB im Monat. Zudem kommt er noch zu irgendwelchen günstigeren Kredite für Auto, Haus und so... Dem geht's also recht gut. :-)
Was das englisch lernen im Ausland betrifft: Eine Freundin meiner Frau ist Leiterin einer Dorfschule in der Nähe von Udonthani. Und die war im vergangenen Herbst offiziell auf eine Reise in die USA eingeladen um sich dort weiterzubilden. Alles bezahlt vom Staat Thailand. Ich denke schon, dass so langsam ein Umdenken stattfindet. Aber natürlich wird es Jahrzehnte dauern bis da irgendeine Ernte eingefahren werden kann. Noch ist es leider so, dass ich mit den jeweiligen Englischlehrer der Schulen welche ich kenne eigentlich keine einigermassen vernünftige Unterhaltung auf englisch halten kann. Und dies liegt nicht an mir... :cool:

Gruss Tom

Re: Besseres englisch in Thailand?

Verfasst: 15.03.2012 10:03
von Yenz
ich verstehe es im obigen txt so, dass es 10.000 extra gibt vom ministerium, also zusätzlich zum gehalt. :gruebel:
wenn ja, hat man gehalt von der schule, den zehner zuschuss plus evtl was aus privaten nachhilfestunden...damit gehts dann schon wenn man vernünftig lebt und keine kinder hat...ich meine sogar mal gelesen zu haben, dass bei lehrern die mindesteinkommensvoraussetzungen für visum etwas niedriger liegen...
ich gehe allerdings davon aus, dass bei der einstellung native speakers bevorzugt werden

Re: Besseres englisch in Thailand?

Verfasst: 15.03.2012 13:53
von Jarga
Noch ist es leider so, dass ich mit den jeweiligen Englischlehrer der Schulen welche ich kenne eigentlich keine einigermassen vernünftige Unterhaltung auf englisch halten kann. Und dies liegt nicht an mir...
Ja @Tom, ist leider Alltag.
Im Gramatik büffeln, bezw. irgend etwas im Chor nachquasseln ohne verstanden zu haben um was es sich überhaupt handelt, darin sind sie wahre Weltmeister.

Hatte mal eine Lehrerin unseres Sohnes angefragt, ob eigentlich die englische Grundsprache zu ihrer Ausbildung gehöre.
Natürlich war die Antwort. Ja und weshalb sie dann kaum ein Wort über ihre Lippen bringe?
Für was denn, schliesslich sei ihr Lebensmittelpunkt Thailand. :eyeroll:

Letzthin hatten wir auch Besuch von einem thailändischen Englishteacher. Nach ein paar Höflichkeitsfloskeln war unsere beidseitigt versuchte Unterhaltung in Unverständis umgeschlagen. Waren beide trotzdem gut drauf. Habe spasseshalber mal paar einfache Sätze auf Papier a la Mail Konversation ihm rüber gesteckt. Geantwortet hat er einwandfrei in Schriftform ;-)
Habe ihm dann nachfolgendes vorgeschlagen;

Lösungsvorschlag;
Jeder der gewillt ist sollte eine Saison in den Tourihochburgen verbringen und mitarbeiten als z.B, Praktikant/in. :-)
Auf jeden Fall lernen diese schneller quatschen in einem viertel oder halbjahr wie in 9 Jahren Schulbank drücken.

Re: Besseres englisch in Thailand?

Verfasst: 15.03.2012 14:06
von DirtyPete
Für was denn, schliesslich sei ihr Lebensmittelpunkt Thailand. :eyeroll:

Eine typische Thai-Antwort! Thailand der Nabel der Welt! :nono:

Re: Besseres englisch in Thailand?

Verfasst: 15.03.2012 23:56
von sunnyboy
Kannte einst einen Englischlehrer aus Uthaitani, weiß garnicht auf was für einer Schule er unterrichtet, aber sein Englisch war :super: .

Was mich allerdings erstaunt, dass das Hotelpersonal zumindestens an der Rezeption selbst in den Provinzorten Englisch beherrscht :gruebel: , wo die das wohl lernen :help: .

Für meine Anverwandten, die alle diese technischen Berufschulen besucht haben scheint Englisch ein Buch mit sieben Siegeln zu sein und selbst die Kinder die es jetzt ab der ersten Klasse haben, wissen überhaupt nichts.

Habe lange keine thailändische Schule mehr von innen gesehn, aber viel scheint in den letzten Jahren nicht passiert sein.

Gruß Sunnyboy

Re: Besseres englisch in Thailand?

Verfasst: 16.03.2012 08:23
von DirtyPete
Wie auch bei den Lehrern. "Where I come from?" so fragte die EX-Englischlehrerin meiner Mia woher ich komme.
Dass sie noch abseits des Dorfes einen "Karaoke-Laden" unterhält und da minderjährige Laotinnen anstellt, die sich um die örtliche Reisbauernprominenz "kümmert", rundet mein Bild der Seriosität dieser Berufsgattung ab. :huh: