Thailand auf der Schwarzen Liste

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hippo
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Thailand auf der Schwarzen Liste

#1

Beitrag von hippo »

Also falls eine Überweisung in Zukunft etwas länger dauert, wisst ihr warum. Ich hoffe bloß, das Kreditkarten nicht betroffen sind. :fertig:
Thailand auf der Schwarzen Liste
Thailand auf der Schwarzen Liste

Posted by Tom at 08:09 0 Comment Print

Thailand wurde in die unterste Stufe von der FATF eingeordnet, in einer Ebene mit Burma und Kuba.Sie wurden als “hohes Risiko” vor allem in Bezug auf ihre Gerichtsbarkeit durch die weltweite Financial Action Task Force (FATF) eingeordnet, da Thailand es versäumt hat, ausreichende Maßnahmen zu ergreifen, um gegen die Geldwäsche, die Drogenfinanzierung und die Finanzierung des Terrorismus vorzugehen.Die FATF ist ein internationales Gremium für die Festlegung von Standards gegen Geldwäsche und der Bekämpfung der Finanzierung des Terrorismus. Die Einordnung von der FATF bedeutet höhere Kosten und erhebliche Verzögerungen bei internationalen Handels- und Finanztransaktionen, insbesondere aus dem Ausland, da internationale Banken größere Kontrolle über Transaktionen mit in Thailand ansässigen Personen fordern. Die FATF sagte in einer Erklärung am Freitag in Paris, dass “Thailand hat noch keine ausreichenden Fortschritte bei der Umsetzung’ der erforderlichen Maßnahmen gemacht.
[hil]Das bedeutet zum Teil wochenlange Verzögerungen bei Überweisungen an Firmen, Hotels und Privatpensionen, auch bei kleinen Beträgen. Es gehört zu einer Spezialität des Drogenhandels die Transaktionen zu splitten, sodass sie früher gewisse Untergrenzen vom Betrag her nicht tangierten. Ob davon auch Kreditkarten oder Bankomatkarten die vor allem im Reiseverkehr verwendet werden, betroffen sind ist nicht bekannt.[/hil]
Neu auf der Schwarzen Liste sind Ghana, Indonesien, Pakistan and Tanzania, altgewohnt hingegen Bolivien , Cuba, Äthiopien , Iran, Kenya, Myanmar, Nigeria, North Korea, Sao Tome and Principe, Sri Lanka, Syrien and Türkei.
[hil]Die meisten Thai Wirtschaftsexperten werfen den Banken vor die entsprechenden Gesetze verhindert zu haben Thailand hat sich nachdem Singapur die entsprechenden Vorschriften akzeptierte zu einem Hort für den internationalen Drogenhandel, Graumarktgeschäfte und Geldwäsche entwickelt. Auf dieses Geschäft wollten scheinbar die Banken nicht verzichten.[/hil]
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Farmer
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Re: Thailand auf der Schwarzen Liste

#2

Beitrag von Farmer »

Ich kenne Goldwaescher,
gleich bei mir um die Ecke.(Sieben Sand durch,wollte das auch mal,
reich werden,
"Farang mei dei!"
hiess es dann gleich,
Farang kam dann in der Nacht wieder... ;-D
Ich kenne Geldwaescher,
ja,hier in Udon.
Ich auch,Geld gewaschen.
Das Problem:
Mein Reisepass wurde mitgewaschen.
Jetzt musste ich als Geldwaescher zur Botschaft,
mir einen neuen Reisepass machen lassen.
Peinlich.Ertappt.
Na ja,schieb das auf meine Leerzeit,als Berufsanfaenger.
Aber wie sind denn da so die Zukunftsaussichten,als
voll und ausgebildeter, international erfahrener,
cleaning expert?
Meine Berufskollegen fahren dicke Autos,bauen grosse Haeuser,
lassen Pizzas backen.
Ich hab das irgendwie noch nicht raus,wie man an so gute Kunden kommt.
Bin halt noch Anfaenger... ;-D
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hippo
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Re: Thailand auf der Schwarzen Liste

#3

Beitrag von hippo »

Thailand auf der Schwarzen Liste – wer hat Schuld?
Thailand auf der Schwarzen Liste – wer hat Schuld?

Posted by Tom at 08:39 6 Comments Print
Thailand – Geldwäsche – Unternehmensführer warnen, dass der internationale Handel und Investitionen in Thailand Schaden nehmen könnte – manche ziehen es sogar unter Zweifel dass im nächsten Jahr noch irgendein Wachstum in der Wirtschaft möglich sei und wieder einige warnen davor dass unter diesen Umständen ganze Industrien in Thailand dicht machen werden binnen kurzer Zeit.
Der Schaden für Thailand wird bereits mit den Bombenanschlägen vom Feber und den Terroristen vom Jänner auf eine Stufe gestellt, manche sagen sogar es ist eine Bombe in jeder einzelnen Firma und Hotel Thailands. Man kann angesichts der offenen Panik durchaus Vergleiche ziehen. Nach wie vor ist es schwierig Informationen über die Auswirkungen zu erhalten. Scheinbar wissen die Thais das selbst nicht. Wir haben uns am Beispiel Kuba erkundigt. Viele Privatleute klagen über wochenlange Verzögerungen bei Überweisungen nach Kuba von nur wenigen hundert Euro, höhere Überweisungen bedürfen einer Vielzahl von Dokumenten als Nachweis der Identitaet des Zahlungsempfängers und des Zahlungsgrundes. Man liest davon dass diese Überweisungen zb für die Reisegruppe im Hotel durchaus 1 Jahr in Anspruch nehmen können. Privatreisen und Individualreisen nach Kuba finden praktisch nicht statt weil es kaum eine Möglichkeit für Hotelanzahlungen gibt . Allerdings finden Überweisungen nach Kuba ebenfalls praktisch nicht statt, das Land hat nur eine Minimalwirtschaft im Vergleich zu Thailand, Western Union Zahlungen sind auch betroffen. Bankomatkarten bei Geldautomaten sind auf Kuba scheinbar nicht zu verwenden.
[hil]Es ist zu erwarten dass europäische Banken den ungeheuren Verwaltungsaufwand der mit Überweisungen nach Thailand verbunden ist, großteils ablehnen und einfach den Kunden zur nächsten Bank schicken – die ebenfalls ablehnt.[/hil] Sogar Großkunden klagen darüber dass Überweisungen nach Kuba nicht möglich sind. Europäische Firmen meiden den Wareneinkauf auf Kuba wegen den damit verbundenen Aufwand und weil sie selbst im Laufe der Zahlung gründlich durchleuchtet werden von ihren Banken und der EZB.
[hil]Die Thais klagen darüber dass diese Aktion scheinbar etwas mit Reisewarnungen und Terror zu tun hätte – dem ist nicht so. Es ist rein die Eigenschuld der Thais und der jetzigen Regierung und der vorigen. Insbesondere jedoch der Banken die in grenzenloser Raffgier ihre Geschäfte mit Drogenhändlern, Waffenhändlern und sonstigem menschlichen Abschaum forcierten und die Politik dahingehend beeinflusste dass sie diese Geschäfte begünstigte. Nach unseren Nachforschungen im Internet nimmt Thailand scheinbar in Bezug auf schmutziges Geld eine Spitzenstellung weltweit ein. Diese Einstufung dauert[/hil] zumindest ein Jahr bis sie wieder geändert werden kann, wenn Thailand auch die entsprechenden Gesetze erlässt und sofort umsetzt. Die Umsetzung dürfte jedoch an den Banken scheitern.
Die FATF, dem weltweiten Organ für Standards gegen Geldwäsche und der Bekämpfung der Finanzierung des Terrorismus, sagte in einer Erklärung am Donnerstag in Paris , dass die Maßnahmen in ”Thailand haben noch keine ausreichenden Fortschritte bei der Umsetzung gemacht.” Sie stellte fest, dass die politischen Unruhen von 2009 bis 2011 das das Gesetzgebungsverfahren betroffen habe, und forderte die Regierung auf die Gesetzgebung voranzutreiben, zur Kriminalisierung der Terrorismusfinanzierung und Umsetzung “geeigneter Verfahren” zur Identifizierung und zum Einfrieren von Vermögen von Terroristen.
Der Stellvertretende Ministerpräsident und Finanzminister Kittiratt Na-Ranong äußerte sich besorgt über die möglichen Auswirkungen auf die thailändische Wirtschaft. Er schrieb der FATF dass Verzögerungen durch Thailand in der Verabschiedung von Gesetzen, die Gesetze gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung Aktivitäten nach internationalen Standards erhöhen würde. ”In den vergangenen Jahren wurden wir von der FATF gebeten rechtliche Reformen umzusetzen. Es ist möglich, dass wir das nicht getan haben, und genau das hat uns veranlasst, degradiert zu werden”, sagte Herr Kittiratt.Yutthasak Sasiprapa, ein weiterer stellvertretender Ministerpräsident wies Befürchtungen, dass Thailand ein globales Geldwäsche oder Terrorismusfinanzierung Zentrum war zurück. ”Wir sind ganz sicher nicht eine Quelle der Finanzierung. Aber wir können ein Kanal sein, als Durchgang durch das Land, es ist relativ einfach und offen”, sagte er.
War einfach und offen, wollten sie sagen Herr Sasiprapa denn jetzt ist der Geldhahn zu – wer zu spät kommt den bestraft die Zeit. Wer nicht die richtige Zeit wählt scheinbar auch.
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Re: Thailand auf der Schwarzen Liste

#4

Beitrag von hippo »

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DisainaM
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Re: Thailand auf der Schwarzen Liste

#5

Beitrag von DisainaM »

schmutziges Geld,

wenn Du in Thailand mit einem Touristenvisum ein Bankkonto eröffnest,
könnte man Dir theoretisch Drogengeld drauf überweisen,
doch solange die Summe nicht im auffälligen Bereich ist, kümmert das niemanden.

So kann der russische Tourist Vladimir sich von seiner Doutschka den Verkaufserlöse seines Pkws nach Thailand überweisen lassen.

Was aber hier von Thailand erwartet wird, ist eine Datensammlung von jedem Kontoführer,
eine dauernde Kontaktierung mit dem Heimatland bz. steuerpflichtigem Meldeland des Kontoinhabers,
um alle Kontoumsätze abzugleichen, und den Steuerbehörden im Heimatland die Zahlen zu liefern,
welche Umsäätze da so über sein Konto laufen, zwecks Kontrolle, ob die mit den Steuereinnahmen im Heimatland korrellieren.

Ziel wäre also eine Kontoführungshürde, sodass in Folge nur noch über das Konto der th. Freundin höhere Ausgaben abgewickelt werden können.
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hippo
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Re: Thailand auf der Schwarzen Liste

#6

Beitrag von hippo »

Thailand bleibt auf der schwarzen Liste der Hochrisikoländer
Bangkok. Der Chef des Anti-Geldwäche-Amtes (AMLO) erklärte am 30. Juli, daß Thailand trotz aller Bemühungen weiter auf der schwarzen Liste der internationalen Behörde zur Bekämpfung der Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung bleibt.
Bereits im Februar 2012 hatte das Informationsportal der „Financial Intelligence Unit (FIU)“ des BKA zur Bekämpfung von Geldwäsche gemeldet, daß Thailand als "Hochrisikoland" eingestuft und auf die Schwarze Liste gesetzt wurde.

Die bereits 1989 gegründete "Financial Action Task Force on Money Laundering" (FATF), das wichtigste internationale Gremium zur Bekämpfung der Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung, hatte Thailand im Februar 2012 als "Hochrisikoland" auf ihre Schwarze Liste gesetzt. Der ThailandTip hatte darüber berichtet.

Der Chef des Anti-Geldwäche-Amtes (AMLO), Seehanat Prayoonrat, hatte sich kürzlich mit den Beamten der Asiatisch-Pazifischen Gruppe (APG) in Australien zu einem Gespräch getroffen. Die APG ist eine regionale Außenstelle der (FATF), die Thailand wegen der unzureichenden Geldwäschegesetzte auf die Schwarze Liste gesetzt hatte.

Nach den Gesprächen erklärte Seehanat, daß man bei der APG nach wie vor nicht überzeugt sei, daß Thailand genug gegen die Geldwäsche unternehmen würde. Aus diesem Grund bleibe Thailand nach wie vor auf der schwarzen Liste und werde weiterhin als Hochrisikoland eingestuft.

Die FATF wirft Thailand vor, weder irgendwelche Sonderkommissionen, die den Vorwürfen der Geldwäsche nachgehen gebildet zu haben, noch habe man bisher mit den internationalen Behörden zur Bekämpfung der Geldwäsche zusammen gearbeitet.

Weiterhin wurde auch bemängelt, daß die thailändischen Behörden viel zu wenig Mitarbeiter im Kampf gegen die Geldwäsche einsetzt. So wäre es natürlich unmöglich, die unzähligen fragwürdigen Transaktionen zu überprüfen.

Der Chef der AMLO betonte, daß es für Thailand sehr wichtig sei, daß Problem in den Griff zu bekommen, da es ansonsten für ausländische Investoren immer schwieriger werde, ihr Geld nach Thailand zu überweisen. Viele Investoren wären bereits abgeschreckt, betonte Seehanat.
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DisainaM
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Re: Thailand auf der Schwarzen Liste

#7

Beitrag von DisainaM »

viel zuwenig Beamte,
die wollen, dass Thailand eine riesen Behörde aufmacht, die sich um nichts anderes kümmert,
als Computeresteuerte Anfragen zu Überweisungen.

Ein asiatisches Land, wo ein Familienoberhaupt ein AUto kauft,
und das Geld von all seinen Kindern im In und Ausland überwiesen bekommt,
muss überprüft werden.
Da dies jedoch nicht die Ausnahme, sondern die Regel ist,
sind fast ein grossteil der Transaktionen betroffen,
jede Thai, die als Ameise ihr Geld an die Mütter, Tanten und Schwestern abführt,
ist ein potentieller Geldwäschefall,
weil das westliche Denken, was ich erarbeitet habe, gebe ich für mich aus,
eben nicht der Standartfall ist.

Im schlimmstenfall muss Thailand bis 2015 zur ASEAN Zeit durchhalten,
dann können Thaifirmen von ihren ASEAN Tochter-Konten die Beträge kassieren.
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