Wir sitzen einmal mehr in einem Grab-Taxi und lassen uns etwa 30 Kilometer nach Südwesten fahren. An der Talstation unseres heutigen Ziels steigen wir aus. Wir kaufen Tickets. Diese sind, gerade auch für vietnamesische Verhältnisse, extrem teuer. Insgesamt kostet mich der Spaß etwa 100 Euro. Mit den Eintrittskarten in der Hand besteigen wir kurz darauf eine Gondel. Anschließend geht es nach oben.
Anfänglich ist Noona nervös. Sie weiß nicht, was sie von der Sache halten soll. Besonders erschreckt es sie, wenn die Gondel einen dieser Pfeiler passiert und es aufgrund der Rollen etwas wacklig wird. Dann aber hat sie sich an alles gewöhnt, sie hat sichtlich Spaß an der Sache. Auch wenn sie noch das eine oder andere Mal einen bangen Blick nach unten wirft.
An der ersten Bergstation steigen wir aus. Wir laufen herum und besichtigen die Gegend. Das Highlight hier ist eine Brücke, die von Händen getragen wird. Eines der bekanntesten Wahrzeichen der Region.
Letztlich kann man das Teil einfach nur als architektonische Spielerei bezeichnen, als Klimbim. Aber es wird von den Touris gut angenommen. Es ist voll, und es wurden Unmengen an Bildern geknipst.
Wir bewegen uns wieder zur Station und lassen uns ganz nach oben transportieren.
Hier sind viele alte europäisch anmutende Bauten errichtet worden. Wir gehen auf Besichtigungstour.
Man kann Ba Na Hills, so heißt die Anlage, als eine Art Disney World ansehen. Schmetterling und Noona sind begeistert. Ich dagegen weiß nicht so richtig, was ich damit anfangen soll. Wer länger in Da Nang ist, sollte es sich ansehen. Wer hier nicht hoch will, und das Geld sparen möchte, kann es aber auch guten Gewissens sein lassen.
Wir betreten den trutzigen Burgnachbau. Mittlerweile hat es leicht angefangen zu regnen, daher sind wir froh, der Nässe entkommen zu können.
Der Höhepunkt dieses Gebäudes sind zwei 3-D-Shows. Schon der Zugang ist interessant.
Am Eingang zum Kino-Saal bekommt man entsprechende Brillen in die Hand gedrückt. Dann geht es auch schon los. Der 3-D-Effekt kann natürlich nicht mit meiner Quest 3 mithalten, ist aber ganz nett. Zudem hat man Spezialeffekte am Start, wie bewegliche Sitze, Windturbinen und Wasser von oben. Je nach Szene werden diese eingesetzt. Da kann ich zu Hause nicht ganz mithalten.
Noona weiß zunächst nicht, ob sie lachen oder weinen soll. Da wir uns aber alle für Lachen entschieden haben, macht sie mit.
Wir stehen wieder draußen. Der Regen hat nachgelassen. Die angenehme Temperatur, vielleicht gut 15 Grad, tut, nach den heißen Wochen in Thailand aber auch unten in der Stadt, gut. Man kann durchschnaufen. Ich könnte mir vorstellen, noch ein Stündchen länger zu bleiben. Wegen der Kühle, nicht wegen der Attraktionen. Aber unsere Zeit ist gekommen. Wir werfen zunächst noch einen Blick auf den hinteren Bereich der Anlage.
Anschließend treten wir die Fahrt nach unten an.
An der Talstation angekommen, wartet bereits unser Taxi auf uns. Wir fahren zurück nach Da Nang.
Für das Dinner entscheiden wir uns einmal mehr für das Thai-Restaurant nahe unserer Unterkunft. Wobei, ganz praktisch, nicht nur Siam-Gerichte auf der Speisenkarte zu finden sind. Auch an den westlichen Gaumen wird gedacht!
Den Rest des Abends verbringen wir erneut am 4:30pm Beer.
Auf den Straßen der Stadt sind viele Mopedfahrer unterwegs, die eine vietnamesische Spezialität verkaufen wollen. Selbst wer sich hier nur wenige Tage aufhält, bekommt ihren aus Lautsprechern tönenden Ruf "Bánh bao đây!" nicht aus dem Schädel. Es ist wie ein Ohrwurm. Wir winken einen dieser Verkäufer herbei und ich erstehe drei dieser recht großen Dumplings. Wenn wir es schon dauernd hören, wenn sie uns schon dauernd mit den Tönen nerven, wollen wir es auch probieren.
Das Fazit nach der Verkostung passt zu Ba Na Hills: Kann man machen, muss man aber nicht.
- Fortsetzung folgt -