Schmetterling ruft an. Sie ist zusammen mit Noona in Bangkok angekommen und ruht sich nun in unserem über AirBnB gebuchten Condo aus. Dasselbe Condo, das ich bereits letztes Jahr für eine Woche angemietet hatte. Und in dem ich vor ein paar Jahren einmal für drei Monate Homeoffice gemacht habe.
Eigentlich wollte ich auch bereits heute dort ankommen und mir einen schönen ersten Abend machen. Leider hatte Herr Trump etwas dagegen und begann ein längeres Scharmützel mit dem Iran. In der Folge strich Emirates Teile ihres Flugplans zusammen, und ich wurde vom gestrigen Abendflug auf den Nachmittagsflug heute umgebucht. Ob es wohl etwas bringt, den Oberbefehlshaber von Amiland wegen 18 Stunden Verspätung auf Schadensersatz zu verklagen?
Um kurz nach elf verlasse ich meine Wohnung. Mit S- und U-Bahn fahre ich nach Fuhlsbüttel Nord. Dort steige ich aus und spaziere zum Flughafen Hamburg. Auf der Brücke über der A433 lege ich traditionsgemäß eine Rast ein. Ich genehmige mir ein Bierchen und stimme mich seelisch auf die kommenden Wochen ein.

Etwa 50 Minuten später ziehe ich weiter. Ich betrete das Terminal und checke ein. Anschließend bringe ich die Kontrollen hinter mich und betrete den Sicherheitsbereich des Flughafens. Mein Flieger wartet schon auf mich.

Um Viertel nach vier, mit 45 Minuten Verspätung, beginnt der Pilot mit dem Pushback. Kurz darauf befinde ich mich in der Luft.
Die Maschine ist nur etwa zur Hälfte ausgelastet. Das wundert mich, da Emirates immerhin eine ihrer sonst zwei Verbindungen von Hamburg nach Dubai gestrichen hat. Somit wird es eine Menge Umbuchungen gegeben haben. Scheinbar schrecken aktuell viele Leute vor einem Flug mit der Gesellschaft zurück. Die Reisewarnung des Auswärtiges Amt für Dubai, die auch den Transit einschließt, scheint ihre Wirkung nicht verfehlt zu haben.
Nach gut sechs Stunden lande ich in Dubai. Sofort mache ich mich auf dem Weg zum alten Terminal und erhole mich im dortigen Smoking Room. Was mir auffällt ist, dass sich recht viele Leute im Sicherheitsbereich herumtreiben. Ok, voll ist anders. Aber ich hatte doch mit noch deutlich weniger Reisenden gerechnet!
Kurz nach drei Uhr Ortszeit geht es für mich weiter, der Flug gen Bangkok beginnt. Wie gewohnt, gestaltet sich der zweite Törn weniger angenehm für mich: Meine Beine machen mir zu schaffen. Mit viel lauter Musik überstehe ich aber die wiederum etwa sechs Stunden. Um 12 Uhr 15 lande ich in Bangkok.
Ich gehe zur Immigration. Der Anblick, der sich mir dort bietet, erschreckt: Eine riesige Schlange hat sich gebildet, es ist brechend voll. Ich stelle mich hinten an.
Irgendwann ist alles geschafft. Ich sitze im Taxi und bin auf dem Weg zum Condo. Dort angekommen, warten bereits Schmetterling und Noona draußen auf mich. Wir begrüßen uns herzlich, dann geht es hinauf in die Wohnung. Ich schnaufe kurz durch, anschließend springe ich unter die Dusche.
Eine gute Stunde später verlassen wir das Condo. Wir fahren zum MBK. Zunächst tausche ich dort Euros, dann besorge ich mir eine SIM-Card. Anschließend stärken wir uns im dortigen Foodcourt. Ich besorge mir eine ordentliche Mahlzeit und einen Satz Leckerlis.


Gut gestärkt laufen wir ein wenig herum. Dann machen wir uns auf den Weg zum Liab Duan Nachtmarkt. Kurz darauf ist das heutige Klassenziel erreicht: Ein erstes prächtiges Leo steht vor mir. Sogar ein Leo der besonderen Art!

Irgendwann stoßen eine Freundin Schmetterlings und ihre Tochter zu uns. Wir verbringen einen launigen Abend. Eine Band sorgt dabei für gute Stimmung.



Gegen Viertel nach elf beenden wir die Sache, wir fahren zurück zu unserem Condo. Selbstverständlich legen wir noch einen Zwischenstopp in einem 7-Eleven ein, bevor wir es betreten. Dort versorgt sich jeder von uns noch mit dem Nötigsten. Anschließend begeben wir uns zur verdienten Ruhe.
- Fortsetzung folgt -















