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Re: Desaster Love Parade

Verfasst: 26.07.2010 10:04
von messma2008
Platz für 250000 Leute, wobei man wusste das sicher über 1 Mio kommen, das ist kriminell.
Die Organisatoren gehören in den Knast.

Re: Desaster Love Parade

Verfasst: 26.07.2010 11:05
von Paddy
messma2008 hat geschrieben:Platz für 250000 Leute, wobei man wusste das sicher über 1 Mio kommen, das ist kriminell.
Die Organisatoren gehören in den Knast.
Absolut richtig. Zudem zeigen Filmaufnahmen vom Ort des Geschehens deutlich, daß es eine unfassbare Zumutung war, die Stadt und Veranstalter den Menschen (auf Hin- und Rückweg) zum Veanstaltungsgelände aufgezwungen haben.

Höhepunkt war dann noch der Tunnelschlauch, der die anströmenden Massen nicht fassen konnte und somit einen Stau verursachte. Als dann noch ein Ende (Ausgang zum Gelände) gesperrt war, musste es zwangsläufig zum Chaos kommen.

Dass die Verantwortlichen trotzdem noch von einem vorhandenem Sicherheitskonzept zu sprechen wagen, ist purer Wahnsinn. Man stelle sich nur vor, Terroristen hätten inmitten der Massen einen Sprengsatz oder "nur" ein Besoffener einen Böller gezündet . Kaum auszumalen, wieviele Tote die dadurch einsetzende Panik gefordert hätte. Und alles ohne jede Möglichkeit für Rettungskräfte, sich in angemessener Zeit einen Weg durch die Massen zu bahnen.

Hier wurden eindeutig kommerzieller Gewinn und Reputation gegen Vernunft ausgespielt und sinnlos junge Menschen gemordet. Das muss Konsequenzen haben.

Re: Desaster Love Parade

Verfasst: 26.07.2010 11:34
von Samuianer
Schreibtischtaeter, Behoerdenwillkuer..... krank, krank, krank und erbaermlich!


Die Verantwortlichen gehoeren allesamt, jau zur Verantwortung gezogen und entsprechend bestraft!

Re: Desaster Love Parade

Verfasst: 26.07.2010 11:55
von Paddy
Bei der Loveparade in Duisburg hat es offenbar deutliche Sicherheitslücken gegeben. Die Veranstalter seien von der Einhaltung der vorgeschriebenen Breiten der Fluchtwege befreit worden, berichtet der "Spiegel" unter Berufung auf ein internes Dokument der Duisburger Stadtverwaltung.

Das Magazin zitiert aus einem Schriftstück vom 21. Juli 2010 mit dem Titel "Genehmigung einer vorübergehenden Nutzungsänderung", das sich dem Bericht zufolge an die Berliner Lopavent GmbH richtet, den Veranstalter der Loveparade. Daraus gehe hervor, dass ein Sachbearbeiter des Bauamts die Organisatoren von der Vorschrift befreite, die vorgeschriebenen Breiten der Fluchtwege einhalten zu müssen. Gleichzeitig hätten die Beamten auf Feuerwehrpläne verzichtet. Der Tunnel zum Veranstaltungsgelände ist nur 20 Meter breit.

"Kein Unglück, sondern ein Verbrechen"

Deutschlands führender Konzertveranstalter, Marek Lieberberg, erhob schwere Vorwürfe gegen die Veranstalter. "Befruchtet haben sich die Geltungssucht der Lokalpolitik, die Profitsucht der Veranstalter, auf beiden Seiten gut gedüngt durch totalen Amateurismus. Das ist kein tragisches Unglück, sondern ein Verbrechen", sagte Lieberberg der "Süddeutschen Zeitung".

http://www.n-tv.de/panorama/Duisburg-er ... 32096.html" onclick="window.open(this.href);return false;

Recht hat er. Insbesondere der angesprochene Amateurismus wurde hier extrem augenfällig. Es grenzt schon an ein Wunder, daß die Zahl der Toten und Verletzten nicht sehr viel höher liegt.

Re: Desaster Love Parade

Verfasst: 26.07.2010 12:03
von Monta
Zitat:
"Warteschleife statt Hilfe am Telefon: Fast 600.000 Mal wurde die Love-Parade-Hotline nach der Katastrophe gewählt, gerade mal 5200 Anrufer kamen durch - der Rest musste weiter bangen. Einige Angehörige waren so verzweifelt, dass sie selbst nach Duisburg fuhren, um ihre Kinder zu suchen...."

http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,708459,00.html" onclick="window.open(this.href);return false;

Re: Desaster Love Parade

Verfasst: 26.07.2010 12:34
von tomtom24
Wobei das mit Sicherheit die groesste Veranstaltung des Jahres war. Mehr als 1 Mio Besucher... etwas vergleichbares faellt mir so auf Anhieb nicht ein...

Mein beileid gilt auf jeden Fall den Hinterbliebenen, denn die koennen sich von den Schuldzuweisungen und der jetzt entbrannten Diskussion auch nix kaufen. Und "wenn ich, waer ich, haett ich" bringt auch nix mehr.

Das ganze analysieren und zukuenftig in andere Grossveranstaltungen einfliessen lassen, wenn noetig als Gesetz.

Re: Desaster Love Parade

Verfasst: 26.07.2010 12:47
von maesot
tomtom24 hat geschrieben:Wobei das mit Sicherheit die groesste Veranstaltung des Jahres war. Mehr als 1 Mio Besucher... etwas vergleichbares faellt mir so auf Anhieb nicht ein.
In Essen waren es 1,7 Millionen Besucher zur Loveparade. Mehr als in Dortmund und Duisburg.

Re: Desaster Love Parade

Verfasst: 26.07.2010 12:57
von Paddy
tomtom24 hat geschrieben: Das ganze analysieren und zukuenftig in andere Grossveranstaltungen einfliessen lassen, wenn noetig als Gesetz.
Es gibt ausreichend Sicherheitsbestimmungen für derartige Anlässe. Was nutzen die aber, wenn sie per Sondergenehmigung ausgehebelt werden?
Wie kann man bei Sicherheitsfragen überhaupt Ausnahmen zulassen ohne bewusst Risiken einzugehen ?

Angebliche Zahlen erscheinen ohnehin ziemlich fragwürdig. Die Bundesbahn hatte jedenfalls nur wenig mehr als 100.000 Fahrgäste registriert und das sprengte bereits die Kapazität des Duisburger Hauptbahnhofs. Eine Stadt mit 500.000 EW kann nun mal nicht das doppelte bis dreifache zusätzlich an Gästen aufnehmen, ohne Chaos zu produzieren.

Re: Desaster Love Parade

Verfasst: 26.07.2010 14:33
von chrisu
furchtbar was passiert wenn menschen versagen die sowas planen aber nur platz haben für 300000 menschen . :kopfhau:

[youtube][/youtube]

Re: Desaster Love Parade

Verfasst: 26.07.2010 14:36
von marc
genau sowas passiert wenn sich eine stadt wie duisburg auf biegen und brechen in die riege derer einreihen will, bei denen die love parade schon gastiert hat und gleichzeitig den beutel ordentlich klingeln ließ.
jeder der schon auf einer oder vieleicht gleich mehreren paraden war weiß, wie sich dieser haufen auf einmal ausdehnen kann, damals war man froh das man noch platz im tiergarten fand wenn genau das passierte. berlin war nunmal immer die beste und sicherste lösung für alle.
jetzt ist es leider zu spät, es starben auf tragische weise 19 menschen und gleichzeitig auch die parade selbst (war ja selber auf 6 von denen, aber only in berlin)