Seite 2 von 6

Re: Thailand bei Moody's runtergestuft

Verfasst: 20.06.2013 13:58
von bukeo
[quote="hippo";p=51615]Der subventionierten Reis beginnt zu stinken. Wörtlich und im übertragenen Sinn :-)
[/quote]

dazu kommen noch Meldungen darüber, das Yingluck weder den Schaden aus dem Reisprojekt beziffern kann und auch wohl sonst keiner
aus der Regierung. Die neueste Meldung nun setzt dem ganzen eine Krone auf. Man wisse gar nicht, wieviel Reis in den Lagern so dahin stinken.
Man wolle das nun mit der Polizei prüfen.

Nur warum Polizei - weiss man ev. die Orte der Lager auch nicht und die Polizei muss diese erst suchen, ev. mit Google Earth :rofl:

Auf jeden Fall werde ich morgen im Facebook Yingluck zum Geburtstag gratulieren und ev. auch Bescheid geben, das ich seit dem Reisprojekt ein
grosser Fan von ihr bin und sie soll so weitermachen. Schliesslich wäre ein Kurs 1:50 ja auch nicht schlecht, wenn die Investoren weiter Gelder abziehen.

Re: Thailand bei Moody's runtergestuft

Verfasst: 01.07.2013 20:49
von hippo
Jetzt gibt es Zahlen zu den Verlusten
Reisprogramm: Verluste von 700 Milliarden Baht

Bangkok - Das Reisprogramm beschert dem Steuerzahler Verluste zwischen 500 und 700 Milliarden Baht, hilft den Farmern nur vorübergehend und ist völlig korrumpiert.

Der Ehrenpräsident des Verbandes thailändischer Reisexporteure, Vichai Sriprasert, sagte auf einer Tagung am 30. Juni, er sei über die hohen Verluste des Programms besorgt und legte neue Zahlen vor, die mit denen der Regierung nicht übereinstimmen.

Die Exporte seien seit Einführung des Reisprogramms Ende 2011 um 4 Millionen Tonnen zurückgegangen.

Im Jahre 2011 seien 10,6 Millionen Tonnen Reis exportiert worden, Thailand habe 194 Milliarden Baht generiert.

Ein Jahr später seien nur noch 3 Millionen Tonnen exportiert worden, das Einkommen sank auf 140 Milliarden Baht.

In diesem Jahr sollen bislang erst eine Million Tonnen exportiert worden sein.

Dagegen stehen die Mengen, die mit Subventionen bezahlt werden: Bislang seien das nach Zahlen des thailändischen Forschungsinstituts TDRI 31,7 Millionen Tonnen Reis gewesen, die Regierung bezahlte dafür 490 Milliarden Baht.

Wenn der Reis verarbeitet wird werden dies noch 15,16 Millionen Tonnen sein, pro Kilogramm hat die Regierung dann Subventionen von 33,62 Baht bezahlt. Dem gegenüber stehen 5 Millionen Tonnen, die die Regierung verkauft hat – für 10,20 Baht pro Kilo. Ein Verlust von rund 23 Baht pro Kilo.

In Bezug auf den Reis, der noch in den Lagerhäusern liegt, schätzt Vichai die Verluste insgesamt auf zwischen 500 und 700 Milliarden Baht.

Weiterhin seien 3 Millionen Tonnen Reis spurlos verschwunden. Der Reis wurde gestohlen und heimlich weiterverkauft.

Gewarnt wurde auf der Tagung auch vor Vietnam, denn das Land habe den Preis pro Tonne Reis um 5% gekürzt – von 390 auf 375 US-Dollar pro Tonne. Thailändischer Reis sei demnach immer noch zu teuer, auch wenn die Regierung die Subventionen zum 1. Juli von 15.000 auf 12.000 Baht gekürzt hat. Das sind bei einem angenommenen Dollarkurs von 1:30 immer noch 400 US-Dollar pro Tonne.
kopiert aus Wochenblitz

Re: Thailand bei Moody's runtergestuft

Verfasst: 01.07.2013 22:15
von waanjai
An so Zahlen glaubt selbst die thailändische Opposition nicht.
Also verbleibt der Wochenblitz. Der gehoert zu der wohl politisch einflußreichsten Fraktion.
Kann kein Thai und ausgleichend dafür auch kein Englisch. ;-D

Re: Thailand bei Moody's runtergestuft

Verfasst: 02.07.2013 12:55
von bukeo
[quote="waanjai";p=52038]An so Zahlen glaubt selbst die thailändische Opposition nicht.
Also verbleibt der Wochenblitz. Der gehoert zu der wohl politisch einflußreichsten Fraktion.
Kann kein Thai und ausgleichend dafür auch kein Englisch. ;-D[/quote]

spielt ja keine Rolle, es scheint ja auch die Regierung selbst nicht zu wissen, wie hoch der Schaden ist.
Sollten es noch keine 700 Milliarden sein, dann einfach noch ein wenig warten, soeben wurde die Senkung je scheinbar rückgängig gemacht.

Notfalls macht man aus dem Gammelreis Lao Kao und verteilt diesen dann bei der nächsten Wahl gratis im Nordosten und dem Norden. So dürfte dann
ein Wahlsieg der PT wieder sicher sein. :-)

Re: Thailand bei Moody's runtergestuft

Verfasst: 02.07.2013 17:06
von waanjai
[quote="bukeo";p=52048]Notfalls macht man aus dem Gammelreis Lao Kao und verteilt diesen dann bei der nächsten Wahl gratis im Nordosten und dem Norden. So dürfte dann
ein Wahlsieg der PT wieder sicher sein. :-)[/quote]
Endlich 'mal was Konstruktives. :-)

Und die Bangkok Post hat auch jemanden gefunden, der die Bevoelkerung über die wahren Dimensionen von Subventionspolitiken aufklärt. Das wäre ja für die angestellten Journalisten viel zu anstrengend, zu ermitteln gewesen. phuad hua. :eyeroll:

http://www.bangkokpost.com/opinion/opin ... of-empathy

Re: Thailand bei Moody's runtergestuft

Verfasst: 02.07.2013 18:09
von MadMac
[quote="bukeo";p=52048]Notfalls macht man aus dem Gammelreis Lao Kao und verteilt diesen dann bei der nächsten Wahl gratis im Nordosten und dem Norden. So dürfte dann
ein Wahlsieg der PT wieder sicher sein. :-)[/quote]Mensch Erich, eine klasse Idee! Wie waer's mit Deinem eigenen OTOP Laden an der Strasse, 3 Pullen Lao Khao fuer 100B. Wie frueher, als das Chang noch billig war. Supab kann glatt noch 10 Euro auf die Studienkosten deiner Kinder drauflegen und du hast endlich auch was zu tun, anstelle nur den ganzen Tag Strom zu verzocken mit deiner Hintergrundmoderation. Vielleicht geht das ja sogar zu destillieren und du machst 'ne Tankstelle mit Biosprit auf. Da geht was in der Pampa vor Chiang Mai! :undweg:

Re: Thailand bei Moody's runtergestuft

Verfasst: 02.07.2013 21:47
von Prasat
Jawohl die Kraft des Reises (Sprit) in die Reisschüssel (asiat. Auto), und schon sinkt der Bath erneut. :hi5:

Re: Thailand bei Moody's runtergestuft

Verfasst: 03.07.2013 03:42
von bukeo
[quote="waanjai";p=52053]
Und die Bangkok Post hat auch jemanden gefunden, der die Bevoelkerung über die wahren Dimensionen von Subventionspolitiken aufklärt. Das wäre ja für die angestellten Journalisten viel zu anstrengend, zu ermitteln gewesen. phuad hua. :eyeroll:
[/quote]

BP ist natürlich als "gelbes Propagandablatt" nicht als Quelle geeignet.
Dann nehmen wir halt die ARD als Quelle und einigen uns auf 500 Milliarden Schaden, oder? Wenn bis jetzt noch nicht erreicht, in Kürze sollten die dann
aber erreicht sein.

http://www.tagesschau.de/wirtschaft/tha ... en100.html

Mal sehen, wie lange Thailand die "hinter mir die Sintflut Politik" finanziell verkraftet. Gibt es eigentlich ein Projekt Yinglucks, das man als positiv darstellen kann?
Helft mir mal auf die Sprünge?

[quote="Prasat";p=52066]Jawohl die Kraft des Reises (Sprit) in die Reisschüssel (asiat. Auto), und schon sinkt der Bath erneut. :hi5:[/quote]

warte mal, bis moody ev. doch ein Downgrade durchführt, spätestens dann dürfte Yingluck auch bei den Kritikern unter den Farangs sympathisch werden. Ich mag sie jetzt schon, ab 50 Baht/EUR werde ich sie lieben.

Re: Thailand bei Moody's runtergestuft

Verfasst: 03.07.2013 03:43
von bukeo
[quote="MadMac";p=52062]Supab kann glatt noch 10 Euro auf die Studienkosten deiner Kinder drauflegen [/quote]

wer ist Supab? - ist doch nur ein Fake-Name :frech:

Re: Thailand bei Moody's runtergestuft

Verfasst: 03.07.2013 15:58
von hippo
Um beim Reis zu bleiben..
gelb markiertes von mir: Da liegt ja der Verdacht nahe wo die "Spitzenverdiener" sitzen.
Die Korruption mit dem Reis beginnt schon auf der untersten Stufe
Die stellvertretende Staatssekretärin für Finanzen, Frau Supa Piyajitti, sagte während eines Senatsausschuss, dass die Korruption schon auf der ersten Stufe, also beim Bauern und an der Reismühle beginnen würde.

Wie die nationale Presse schon seit Tagen meldet, „stinken“ die Geschäfte mit dem Reis nicht erst seit gestern gegen den Himmel. Anscheinend weiß jeder Bescheid und versucht sich einen Krümel von dem fetten Kuchen abzuschneiden. Das geht schon beim kleinen Bauern los.

Wie die stellvertretende Staatssekretärin für Finanzen, Frau Supa Piyajitti, während eines Senatsausschuss sagte, werden schon bei der Anmeldung zum Subventionsantrag falsche Angaben über das Volumen gemacht.

Frau Supa wurde zuvor vom Ständigen Ausschuss für Wirtschafts-, Industrie- und Handelskammer eingeladen, einen Blick auf das Konto der „Reis-Verpfändung“ zu werfen. Sie nahm dieses Angebot an und kam zu dem Ergebnis, dass es einfach unmöglich sei, das Reisprogramm der Regierung vernünftig zu überwachen.

Dazu fehlen einfach die Mitarbeiter, sagte sie. Laut ihren Recherchen werden allerhöchstens stichprobenartig 10 % des von der Regierung angekauften Reis überprüft. Da aber der Betrug schon bei der Abgabe an der Reismühle (mit dem Volumen) beginne, könne das im Nachhinein natürlich niemand mehr feststellen und nachwiegen.

Alleine dadurch dürfte sich schon eine Differenz zwischen der in den Büchern aufgeführten und der tatsächlich gelagerten Menge Reis erklären. Sie legte wiederum andere Zahlen als der Ehrenpräsident des Verbandes der thailändischen Reisexporteure, Vichai Sriprasert, vor. Erst gestern hatten wir über seine Mutmaßungen und die von ihm aufgeführten Milliardenverluste berichtet.

Aber auch die Zahlen von Frau Supa gehen in die Milliarden. Allerdings werden die Angaben dadurch verwirrt, dass Frau Supa den Zeitraum von 2004 bis 2013, also insgesamt 14 Erntezeiten zugrunde legt. Demnach hat die Regierung innerhalb dieser Zeit mit ihren Reissubventionen Verluste von 496 Milliarden Baht eingefahren.

Aufhorchen lässt dabei allerdings, das davon alleine im Zeitraum von 2011 bis 2013, also in nur drei Ernteperioden ganze 221 Milliarden Baht in den „Reis gesetzt wurden“.

Ebenso widersprüchlich sind die Angaben über die tatsächlichen Lagerbestände, die offenbar niemand so genau weiß. Laut den Berichten der Regierung sollen es 11 Millionen Tonnen Reis sein. Die die Marketing-Organisation für die Landwirte und die für die Lagerung zuständige öffentliche Organisation sprechen hingegen von 18 Millionen Tonnen Reis.

Frau Supa sagte weiter, dass sie auch das Handelsministerium um aktuelle Zahlen gebeten habe. „Dort wurde mir aber die Auskunft verweigert“, fügte sie enttäuscht hinzu. „Diese Angaben seien vertraulich und nur drei Personen hätten Zugang. Das wären der Handelsminister, der Staatssekretär für Handel und der Generaldirektor der Abteilung für Außenhandel“.

„So kann ich natürlich keine einzige Rechnung kontrollieren und überprüfen. Wie haben keine Ahnung, an wen die 10 Millionen Tonnen Reis (Vorher waren es noch sieben) verkauft wurden“, schloss sie ihren Bericht.


Obwohl die nationale Presse und auch viele Politiker mittlerweile täglich von Korruption und krummen Machenschaften berichten, wurde ja gerade erst die angekündigte Kürzung der Subvention von 15.000 auf 12.000 Baht wieder zurück genommen.

Was für ein Segen für die ehrlichen Reisanbauer, Händler und Spekulanten. (Anmerk. der Redaktion)
kopiert aus TIP